Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger im Stall der Familie Friesenecker.

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Dürre in Oberösterreich: Gemeinsam gegen Futternot und finanzielle Belastungen

Oberösterreich bündelt seine landwirtschaftlichen Kräfte und sorgt für finanzielle Entlastung, zusätzliche Futtermittel und konkrete Hilfe für die von der anhaltenden Trockenheit geschädigten Betriebe.

Die anhaltende Trockenheit stellt die heimische Landwirtschaft vor Probleme. Vor allem Grünland- und tierhaltende Betriebe stehen nach geringeren Erntemengen und mit knappen Futterreserven vor großen Herausforderungen. Jetzt heißt es Zusammenhelfen im Land: Die Politik schafft finanziellen Handlungsspielraum, der Maschinenring bündelt den Bedarf und organisiert Lösungen vor Ort und Landwirtschaftskammer, Lagerhäuser sowie RWA bringen ihre fachlichen und logistischen Stärken ein. „Unser landwirtschaftliches Netzwerk in Oberösterreich funktioniert. Wir schaffen finanzielle Luft, organisieren zusätzliche Futtermengen und unterstützen unsere Betriebe dabei, sich bereits jetzt für das nächste Erntejahr zu rüsten“, sagt Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger. Bäuerinnen und Bauern würden nun keine Einzelmaßnahmen, sondern ineinandergreifende Lösungen brauchen.

Finanzielle Luft für die betroffenen Betriebe

Entlastungen bei den Sozialversicherungsbeiträgen, zinsvergünstigte Betriebsmittelkredite sowie Stundungsmöglichkeiten bei Agrarinvestitions- und Konsolidierungskrediten sollen die Liquidität der Betriebe sichern. „Wir kümmern uns nicht nur um finanzielle Entlastung, sondern auch um das, was die Betriebe jetzt ganz unmittelbar brauchen: Futter, Liquidität und konkrete Unterstützung“, so Langer-Weninger.

Maschinenring: Angebot und Nachfrage verbinden

Eine zentrale Rolle übernimmt der Maschinenring. Er bringt Situation und Bedarf der Betriebe auch auf Bundesebene ein. Durch die Nähe zu rund 19.000 Mitgliedsbetrieben und das dichte Netz regionaler Vereine werden Entwicklungen früh erkannt und gezielte Maßnahmen angestoßen. Bereits Ende Juni startete der Maschinenring erste Initiativen. „Vermitteln, disponieren, Angebot und Nachfrage zusammenführen – darin liegt eine unserer Stärken. Möglich wird das aber erst durch die große Solidarität innerhalb der Landwirtschaft“, betont Maschinenring-Landesobmann Gerhard Rieß. Zusätzlich wurden die Grundfutterbörsen von Maschinenring, Landwirtschaftskammer und Bio Austria verstärkt aktiviert.

Wir kümmern uns auch um das, was Betriebe jetzt brauchen: Futter, Liquidität und konkrete Unterstützung.

Michaela Langer-Weninger

Agrarlandesrätin OÖ

Wo regionale Mengen nicht ausreichen, bringen sich Lagerhäuser und RWA ein. Die Suche nach Heu wurde auf den europäischen Markt ausgeweitet. Mit Erfolg: Seit einigen Tagen rollen 1.239 LKW-Züge mit Heuballen nach Österreich, jeder Fünfte ist für oberösterreichische Betriebe bestimmt. „Wenn die regional verfügbaren Mengen nicht reichen, müssen wir größer denken. Der Maschinenring hat den konkreten Bedarf sichtbar gemacht, wir konnten entsprechende Mengen am europäischen Markt organisieren“, sagt Andreas Lidauer, Obmann-Sprecher der Lagerhäuser Oberösterreichs.

Als zusätzliches Mengenventil kann bei geeigneten Tiergruppen auch Stroh in der Fütterung eingesetzt werden: Die Landwirtschaftskammer stellt dazu fachliche Empfehlungen für die Gestaltung der Rationen zur Verfügung.

2027: Geschädigte Wiesen jetzt sanieren

Die aktuelle Dürre darf nicht nur kurzfristig betrachtet werden. Auch der Blick nach vorne bringt Sorgen: Ein starkes El-Niño-Ereignis prägt das globale Klimageschehen. Eine Wetterprognose für 2027 lässt sich daraus zwar nicht ableiten, klar ist aber: Die Wetterbedingungen verändern sich. Hitzeperioden werden häufiger und intensiver, die Temperaturen steigen. Umso wichtiger ist es, geschädigte Grünlandbestände schon jetzt für die nächste Vegetationsperiode vorzubereiten. Maschinenring und Landwirtschaftskammer unterstützen mit Erfahrung und Technik, von der Bestandsbeurteilung bis zur Sanierung. „Wer geschädigte Grünlandbestände hat, sollte jetzt handeln und nicht bis zum Frühjahr warten“, appelliert Markus Humer, Grünland-Referent der Landwirtschaftskammer Oberösterreich.

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Andreas Lidauer, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender RWA , Maria und Christian Friesenecker, Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger und Roman Braun, Agrarbereichsleiter des Maschinenring OÖ.

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