Kühe

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LK begrüßt Importstopp für Brasilien

Fehlende Nachweise zum Antibiotikaeinsatz stoppen brasilianische Fleischimporte und geben den Mercosur-Kritikern Rückenwind, auch in den Landwirtschaftskammern der Bundesländer.

Die EU zieht die Reißleine: Seit 3. September 2026 gelten neue Einfuhrhürden für tierische Produkte aus Brasilien. Rind- und Geflügelfleisch sowie Honig dürfen nur noch auf den EU-Markt, wenn Brasilien nachweist, dass die europäischen Vorgaben zum Einsatz antimikrobieller Arzneimittel eingehalten werden.

Dieser Nachweis fehlt bislang. Mit einer Durchführungsverordnung vom 4. Juni wurde Brasilien deshalb von der Positivliste zugelassener Lieferländer gestrichen. Für jede betroffene Sendung muss amtlich bestätigt werden, dass die EU-Vorgaben eingehalten werden. Für die heimische Landwirtschaft ist der Schritt mehr als eine Verschärfung. LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger sieht darin eine Bestätigung des Widerstands gegen das Mercosur-Abkommen. Seine Forderung: Für importierte Lebensmittel müssen dieselben Spielregeln gelten wie für heimische Produkte. LK-Kärnten-Präsident Siegfried Huber begrüßt den Importstopp. Heimische Bauern dürften nicht durch Ware unter Druck geraten, die unter anderen Produktionsbedingungen erzeugt wird. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig wertet den Schritt als Erfolg. Entscheidend wird sein, ob Brasilien die Nachweise erbringen kann. Gerade bei Rindfleisch sind die Vorlaufzeiten lang. Der Fall zeigt: Wenn die EU bei Importen gleiche Standards verlangt, muss sich dieser Grundsatz bei künftigen Handelsabkommen bewähren. Wettbewerbsfairness beginnt bei den Regeln, nach denen produziert wird.

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