Der Anschnitt des Almkäses bildete den Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten.

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Kärnten feiert seine Almkultur

Die 88. Auflage des Kärntner Almwandertages fand vergangenes Wochenende in der Gemeinde Kirchbach im Gailtal statt. Diese Themen standen im Mittelpunkt.

Der Almwandertag des Kärntner Almwirtschaftsvereins hat hierzulande eine lange Tradition. Die stets prominent besetzte Veranstaltung bietet alljährlich die Möglichkeit, die Herausforderungen und Leistungen der heimischen Almwirtschaft einer breiten Bevölkerung näherzubringen.

So auch heuer. Vergangenes Wochenende war es wieder so weit. Auf der Reisacher Jochalm, hoch über dem Gailtal, fanden sich zahlreiche Besucher und Festgäste ein, darunter Agrarreferent und LH-Stellvertreter Martin Gruber, EU-Kommissar a. D. Franz Fischler, LK-Präsident Siegfried Huber, Leopold Astner, Bürgermeister der Gemeinde Kirchbach, Almwirtschaftsvereins-Obmann Josef Obweger und Gailtaler-Almkäse-Obfrau Elisabeth Buchacher.

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Ebenso war die LK-Spitze, allen voran Präsident Siegfried Huber (l.), vor Ort.

30 Jahre „Gailtaler Almkäse g.U.“

Auf der Reisacher Jochalm hatte man besonderen Grund zu feiern, ist doch seit nunmehr 30 Jahren der Gailtaler Almkäse eine EU-rechtlich geschützte Ursprungsbezeichnung. „Der Gailtaler Almkäse steht beispielhaft für die Verbindung von höchster Qualität, traditionellem Handwerk und regionaler Wertschöpfung und zeigt, welche Qualität in unserer heimischen Almwirtschaft steckt. Hinter jedem Stück Käse stehen die Arbeit unserer Almbäuerinnen und Almbauern, die Leidenschaft der Produzenten und die Verbundenheit mit unserer Region“, sagte Martin Gruber gleich zu Beginn des Festakts.

Eine funktionierende Infrastruktur ist die Grundlage dafür, dass unsere Almen und Wälder auch in Zukunft bewirtschaftet werden können.

Martin Gruber

Auch auf die Rolle der rund 1.800 bewirtschafteten Almen im Land ging der Agrarreferent ein: „Unsere Almen sind Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum zugleich. Sie liefern hochwertige Lebensmittel, schützen vor Naturgefahren und prägen unser Landschaftsbild, das Kärnten weit über die Landesgrenzen hinaus auszeichnet. Dass diese Kulturlandschaft erhalten bleibt, ist der täglichen Arbeit unserer bäuerlichen Familienbetriebe zu verdanken.“

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Elisabeth Buchacher, Werner Baurecht, Martin Gruber, Josef Obweger (v. l.)

Um diese vielen Funktionen zu erfüllen, brauche die Almwirtschaft aber auch die notwendigen Rahmenbedingungen. Nebst dem Engagement des Landes in puncto Wolfsmanagement führte Gruber diesbezüglich auch die Unterstützungsmaßnahmen für Investitionen in die Alm- und Forstinfrastruktur ins Treffen: „Eine funktionierende Infrastruktur ist eine wesentliche Grundlage dafür, dass unsere Almen und Wälder auch in Zukunft bewirtschaftet werden können. Seit 2019 haben wir rund 3,2 Millionen Euro an Landesfördermitteln für die Modernisierung und Instandsetzung unserer Almwege bereitgestellt.“

Zufahrt saniert

So geschehen auch auf der Reisacher Jochalm, die von der Agrargemeinschaft Reisach-Forst bewirtschaftet wird. Im Vorfeld des Almwandertages wurde der zugehörige Forst- und Erschließungsweg umfassend saniert. Auf einer Länge von mehr als sieben Kilometern wurden unter anderem das Entwässerungssystem erneuert, zusätzliche Rohrdurchlässe errichtet und die Tragschicht verstärkt.

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Auch die Forststraße zur Reisacher Jochalm wurde nach umfassenden Sanierungsarbeiten wiedereröffnet.

„Die Maßnahmen verbessern die Stabilität und Befahrbarkeit des Weges nachhaltig“, verlautet es aus dem Büro des LH-Stellvertreters. Die Gesamtbaukosten betrugen demnach mehr als 130.000 Euro und wurden mit Mitteln aus dem Agrarreferat des Landes Kärnten unterstützt.

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