Apfel

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Ernte 2026: Wenn dem Apfel das Wasser fehlt

Für viele burgenländische Obstbauern begann die Apfelernte heuer mit einer bitteren Erkenntnis: Die Früchte sind zwar da, doch ein Teil ist schlicht zu klein für den Handel. Extreme Trockenheit und langanhaltende Hitze haben das Wachstum gebremst. Bis zu 30 Prozent Ernteausfall werden erwartet. Am Beispiel Apfel zeigt sich erneut: Extremwetterereignisse werden zum Dauerrisiko der Landwirtschaft. Gegen fehlendes Wasser sind selbst die besten Obstbauern machtlos. Wo die Fruchtgröße zu wünschen übrig lässt, wird aus einer guten Ernte schnell ein Vermarktungsproblem.

Weniger Bäume, mehr Risiko

Die heurige Dürre trifft auf eine Entwicklung, die über ein einzelnes Extremjahr hinausgeht. In zwölf Jahren gab es laut LK Burgenland nur drei Normalernten. Seit 2017 ist die Fläche der Apfelanlagen um 34 Prozent gesunken. Kosten steigen, neue Schädlinge kommen hinzu, der Pflanzenschutz wird schwieriger. Auch die Preise sorgen für Druck. Ein höherer Verkaufspreis im Geschäft landet nicht automatisch beim Obstbauern. „Wir brauchen ehrliche Preise“, fordert LK-Präsident Nikolaus Berlakovich. Nur faire Preise sichern seinen Ausführungen zufolge eine regionale Produktion.

Besonders brisant ist und bleibt die Wasserfrage. Von mehr als 648 Hektar Erwerbsobstanlagen im Burgenland sind nur 45 Prozent bewässerbar. Doch auch Bewässerung hilft nur, wenn Wasser verfügbar ist. Speicherteiche und vorhandene Reserven waren laut LK heuer am Limit.

Das von der Bundesregierung angekündigte 240-Millionen-Euro-Dürrepaket soll der Interessensvertretung zufolge zumindest kurzfristig Entlastung bringen: 140 Millionen Euro für Sozialversicherungsbeiträge, 50 Millionen für die Dürreversicherung sowie je 25 Millionen Euro für Zinsenzuschüsse und die Stundung von Agrarinvestitionskrediten sind vorgesehen.

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