Die Trockenheit dürfte sich heuer auf die Ernte in weiten Teilen Österreichs auswirken. Laut der KeyQUEST-Erhebung erwarten 92,7 Prozent der befragten landwirtschaftlichen Betriebe Ernteverluste aufgrund der anhaltenden Trockenheit. Nur 7,3 Prozent gehen davon aus, keine Einbußen zu verzeichnen. Im Durchschnitt rechnen die Betriebe mit einem Ernteausfall von 20,4 Prozent der Erntemenge.
Copyright © KeyQUEST
Regionale Unterschiede bei den erwarteten Schäden
Die Höhe der erwarteten Ernteverluste fällt regional unterschiedlich aus. Am stärksten betroffen sind laut Umfrage der Osten Österreichs mit Niederösterreich, Burgenland und Wien, wo durchschnittlich 22,9 Prozent Ernteverlust erwartet werden. Im Süden mit Steiermark und Kärnten liegt der Wert bei 22,2 Prozent, im Westen bei 20,8 Prozent. Oberösterreich weist mit durchschnittlich 15,4 Prozent die geringsten erwarteten Einbußen auf.
Auf Bundesländerebene werden in Salzburg mit 28,3 Prozent und Kärnten mit 25,4 Prozent die höchsten durchschnittlichen Ernteverluste erwartet. Vorarlberg (8,8 Prozent) und Oberösterreich (15,4 Prozent) schneiden vergleichsweise besser ab. Im Burgenland rechnen alle befragten Betriebe mit Ernteverlusten, die durchschnittliche Schadenshöhe liegt dort jedoch mit rund 20 Prozent im Mittelfeld.
Copyright © KeyQUEST
Grünland weist die höchsten Ernteverluste auf
Zwischen den einzelnen Kulturen zeigen sich deutliche Unterschiede. Im Grünland einschließlich Feldfutter erwarten die Betriebe mit durchschnittlich 33 Prozent die größten Ernteausfälle. Auch Raps ist mit erwarteten Verlusten von 31 Prozent stark betroffen. Im Ackerbau reichen die erwarteten Ernteverluste von 23 Prozent bei Weizen bis 13 Prozent bei Soja und 11 Prozent bei Mais. Für Obst werden durchschnittlich 18 Prozent erwartet, für Wein neun Prozent, für Kartoffeln sechs Prozent und für Gemüse fünf Prozent.
KeyQUEST-Geschäftsführer Johannes Mayr spricht von einer nahezu flächendeckenden Betroffenheit der Landwirtschaft. Besonders im Grünland seien erhebliche Auswirkungen auf die Futtergrundlage der Tierhaltung zu erwarten. Gleichzeitig verwies er auf die Herausforderungen durch gesunkene Milch- und Fleischpreise sowie steigende Betriebsmittelpreise.
Copyright © KeyQUEST
Unterschiede zwischen Bio- und konventionellen Betrieben
89 Prozent der befragten Biobetriebe rechnen mit Ernteverlusten durch Trockenheit. Bei den konventionell wirtschaftenden Betrieben liegt dieser Anteil bei 94 Prozent.
Sind Biobetriebe von Ernteverlusten betroffen, fallen diese laut Umfrage mit durchschnittlich 24 Prozent höher aus als bei konventionellen Betrieben, die durchschnittlich 19 Prozent erwarten. Laut Studienleiter Johannes Mayr sei dabei zu berücksichtigen, dass unter den Biobetrieben die Milchwirtschaft und damit Grünland eine größere Bedeutung habe.
Copyright © KeyQUEST
Studie basiert auf Befragung von 506 Betrieben
Für die Erhebung befragte KeyQUEST Marktforschung im Juni und Juli 2026 insgesamt 506 Betriebsführerinnen und Betriebsführer landwirtschaftlicher Betriebe in Österreich. Die Online-Befragung wurde über das KeyQUEST-Landwirte-Online-Panel durchgeführt.
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:quality(60))