Nach einem arbeitsreichen Tag in der Sonne reicht der Sonnenschutz oftmals nicht aus, um einem Sonnenbrand entgegenzuwirken. Grundsätzlich sollte man regelmäßig nachcremen, doch wenn es trotzdem zu einem Sonnenbrand kommt, helfen diese Hausmittel und einfache Maßnahmen dabei, die gereizte Haut zu beruhigen.
Kühlung ist die wichtigste Sofortmaßnahme
Bei einem Sonnenbrand gilt: Raus aus der Sonne und die betroffenen Hautstellen möglichst rasch kühlen. Eine lauwarme Dusche oder feuchte Umschläge lindern das Brennen und senken die Hauttemperatur. Kühlpacks können ebenfalls helfen, sollten jedoch nie direkt auf die Haut gelegt, sondern immer in ein Tuch eingewickelt werden. Anschließend freut sich die geschädigte Haut über viel Feuchtigkeit. After-Sun-Produkte, Aloe-vera-Gel oder Lotionen mit Panthenol wirken kühlend und unterstützen die Regeneration.
Welche Hausmittel helfen wirklich?
Zu den beliebtesten natürlichen Helfern zählt Aloe Vera. Das Gel der Pflanze spendet Feuchtigkeit, wirkt angenehm kühlend und kann das Spannungsgefühl der Haut lindern. Am besten eignet sich ein möglichst reines Aloe-vera-Gel ohne Alkohol oder Duftstoffe, da diese die gereizte Haut zusätzlich reizen können.
Auch Umschläge mit abgekühltem schwarzem Tee gelten als bewährtes Hausmittel. Die enthaltenen Gerbstoffe können die Haut beruhigen und wirken leicht entzündungshemmend. Der Tee sollte vollständig abgekühlt sein, bevor die Umschläge für einige Minuten auf die betroffenen Stellen gelegt werden. Auch Kamillentee wird häufig als Hausmittel empfohlen. Allerdings kann Kamille empfindliche Haut zusätzlich reizen oder allergische Reaktionen auslösen. Deshalb ist sie bei Sonnenbrand nur bedingt geeignet.
Viele schwören bei Sonnenbrand auf Topfenauflagen. Tatsächlich sorgt der kühle Topfen zunächst für eine angenehme Erfrischung. Hautexpertinnen und Hautexperten sehen dieses Hausmittel heute jedoch differenziert. Eine heilende Wirkung ist wissenschaftlich nicht belegt. Zudem kann angetrockneter Topfen die Wärme in der Haut einschließen und Bakterien auf die empfindliche Haut bringen. Wer Topfen verwendet, sollte ihn daher nur kurzfristig auf intakter Haut anwenden und sofort entfernen, sobald er warm wird oder antrocknet. Bei offenen Stellen oder Blasen sollte auf Topfen vollständig verzichtet werden.
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Regelmäßiges Nachcremen ist sehr wichtig.
Was können Wassersprays?
Im Handel finden sich außerdem zahlreiche Wassersprays mit Thermalwasser, Duftstoffen oder integriertem Lichtschutzfaktor. Sie sorgen zwar kurzfristig für ein angenehmes Frischegefühl, einen Sonnenbrand heilen oder die Regeneration der Haut deutlich beschleunigen können sie jedoch nicht. Entscheidend bleiben Kühlung, ausreichend Feuchtigkeit und das Meiden weiterer Sonneneinstrahlung.
Abgeraten wird auch von selbstgemachten Kühlsprays - vor allem mit Zitrone. Laut Experten können sich im Laufe des Tages Mikroben bilden, die man lieber nicht auf der Haut beziehungsweise schon gar nicht in den Schleimhäuten haben möchte.
Finger weg von diesen Hausmitteln
Nicht jedes Hausmittel ist sinnvoll. Alkoholhaltige Produkte, Essig oder Zitronensaft reizen die geschädigte Haut zusätzlich und können die Beschwerden sogar verstärken. Auch stark parfümierte Cremes oder Sprays sind bei Sonnenbrand keine gute Wahl.
Sonnenbrand vorbeugen
Wer täglich im Freien arbeitet, kann das Risiko eines Sonnenbrandes deutlich senken. Dazu gehören:
Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor großzügig auftragen und regelmäßig nachcremen.
Helle, luftige und möglichst langärmelige Kleidung tragen.
Einen breitkrempigen Hut oder eine Kappe zum Schutz von Gesicht und Nacken verwenden.
Während der stärksten Sonneneinstrahlung möglichst im Schatten arbeiten oder Pausen einlegen.
Ausreichend trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
Der Haut Zeit zum Heilen geben
Nach einem Sonnenbrand braucht die Haut vor allem eines: Ruhe. Lockere Kleidung verhindert zusätzliche Reibung, während feuchtigkeitsspendende Lotionen oder After-Sun-Produkte die Hautpflege unterstützen können. Bis die Rötung vollständig abgeklungen ist, sollten direkte Sonneneinstrahlung und längere Aufenthalte im Freien möglichst vermieden werden. Ein leichter Sonnenbrand heilt meist innerhalb weniger Tage von selbst ab. Bilden sich jedoch Blasen, sind große Hautflächen betroffen oder treten Fieber, Übelkeit, Schwindel oder starke Schmerzen auf, sollte unbedingt eine Ärztin aufgesucht werden.
Hausmittel können einen Sonnenbrand zwar nicht heilen, sie lindern jedoch häufig die Beschwerden. Am wirksamsten sind einfache Maßnahmen wie Kühlen, ausreichend trinken und feuchtigkeitsspendende Pflege. Noch besser ist allerdings, den Sonnenbrand gar nicht erst entstehen zu lassen und zwar mit Sonnenschutz, schützender Kleidung und regelmäßigen Pausen im Schatten. Den grundsätzlich gilt: Die Haut vergisst nicht und jeder Sonnebbrand erhöht das Hautkrebsrisiko.
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