Saatbau Maisversuch

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Saatbau Linz: Saatgutgeschäft wächst trotz schwierigem Marktumfeld

Die Saatbau Linz hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Konzernumsatz von 261,5 Mio. Euro abgeschlossen. Damit blieb der Umsatz nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Besonders das Saatgutgeschäft entwickelte sich positiv. Wachstum gab es vor allem bei Ölsaaten und Leguminosen.

Trotz geopolitischer Spannungen, hoher Energiekosten und zunehmender Wetterextreme konnte die Saatbau Linz ihre Marktposition in wichtigen Bereichen behaupten. Der Konzernumsatz lag 2025 bei 261,5 Mio. Euro und damit nur knapp unter dem Vorjahreswert von 262 Mio. Euro. „2025 war ein herausforderndes Jahr, in dem wir unsere Marktstärke erneut unter Beweis stellen konnten. Es ist uns gelungen, unsere Marktposition in wichtigen Kulturen zu festigen und mit neuen Sorten zusätzliche Akzente zu setzen“, erklärt Obmann Josef Aigner.

Saatgut mit leichtem Wachstum

Unterschiedlich entwickelte sich die Saatbau in ihren Geschäftsbereichen. Das Saatgutgeschäft verzeichnete sowohl bei den österreichischen Gesellschaften als auch bei den Saatgutunternehmen im Ausland eine stabile Entwicklung mit leichtem Wachstum. Die Zuwächse wurden überwiegend im Inland erzielt. Als wichtige Umsatztreiber nennt das Unternehmen Ölsaaten und Leguminosen. „Unser Erfolg im Saatgutbereich basiert auf einem leistungsfähigen Portfolio und einem engen Austausch mit den landwirtschaftlichen Betrieben“, sagt Geschäftsführer Josef Fraundorfer. Die Nähe zu den Betrieben helfe dabei, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und das Angebot entsprechend auszurichten.

Anders war die Situation im Bereich Lebens- und Futtermittel. Hier lagen die Umsatzerlöse um knapp fünf Prozent unter dem Vorjahreswert. Gedämpfte Nachfrage und anhaltender Preisdruck im konventionellen Inlandsgeschäft und weiteren wesentlichen Marktsegmenten belasteten die Entwicklung. Positiv entwickelten sich hingegen der Biohandel und das Gewürzgeschäft. Die Saatbau Erntegut setzt zudem auf Anbau- und Lieferverträge inklusive Preisabsicherungsstrategien, um die Marktpräsenz abzusichern.

Saatmais bleibt wichtigster Umsatzträger

Eine zentrale Rolle im Saatgutgeschäft spielt weiterhin der Saatmais. Dank starker Eigengenetik und einem Exportanteil von mehr als 80 Prozent ist er der bedeutendste Umsatzträger der Saatbau Linz.

Auch das Getreidesaatgut konnte an das hohe Niveau des Vorjahres anknüpfen. Bei Sojabohne wurde erneut ein leichter Zuwachs erzielt. Damit konnte die führende Marktposition in Mitteleuropa weiter gefestigt werden. Das Bio-Segment behauptete seine Position insbesondere in Österreich. Gräser, Klee und Feldsaaten legten gegenüber dem Vorjahr leicht zu.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer Sorten. 2025 wurden insgesamt 46 Sorten national und international registriert, darunter 19 Eigenzüchtungen. „Unser Ziel sind Sorten, die auch unter zunehmenden Wetterextremen stabile Erträge sichern und zugleich zu einer nachhaltigen Landwirtschaft mit weniger Dünger- und Pflanzenschutzbedarf beitragen“, erklärt Fraundorfer.

Auch Veränderungen bei den Anbauflächen wirkten sich auf das Geschäft aus. Der deutliche Rückgang der Zuckerrübenfläche verschob die Anbaustruktur zugunsten von Mais, Sojabohne und Wintergetreide. Bei diesen Kulturen konnte der Absatz ausgebaut werden. Neue Genetik sorgte für zusätzliche Impulse, während etablierte Sorten ihre starke Marktposition behaupteten.

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Saatbau setzt international auf Wachstum

Auch international entwickelte sich das Geschäft weiter. Die Tochterunternehmen in Ost- und Mitteleuropa sowie die westeuropäischen Partnerbetriebe konnten ihre Marktposition weiterentwickeln. Als Grundlage nennt die Saatbau eine konsequente Marktbearbeitung, ein breites Produktportfolio und strategische Partnerschaften.

Unterschiedlich ist die Entwicklung in den einzelnen Märkten: „Während Russland durch neue Importbestimmungen gebremst wurde, bestätigen Kasachstan und die Ukraine ihre Bedeutung als Zukunftsmärkte mit erheblichem Wachstumspotenzial“, so Fraundorfer.

KI und neue Technologien im Pflanzenbau

Neben der Züchtung und dem klassischen Saatgutgeschäft setzt die Saatbau Linz auch auf neue Technologien. Im Mittelpunkt stehen Lösungen, die den Boden und das Klima schützen sowie die Ressourceneffizienz im Pflanzenbau verbessern sollen.

Das Spektrum reicht von neuen Saatgutbehandlungen bis zum Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Aussaat. Dadurch soll eine optimale, an Bodenbonität und Standort angepasste Saatmenge ermöglicht werden. Fraundorfer sieht darin weiteres Potenzial: „Neue technologische Lösungen werden von den Landwirten rasch aufgegriffen, wenn sie einen klaren Mehrwert bieten.“

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