Dürreschäden

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Rekordhitze 2026: Bauernvertreter ringen um Hilfspakete

Die verheerenden Folgen der Dürre lassen den Ruf nach Hilfsmaßnahmen für die Landwirtschaft laut werden. Was das Agrarministerium plant.

Gleich ob Acker oder Grünland, die Folgen der seit Monaten andauernden Dürre und der nunmehr zweiten massiven Hitzewelle sind landauf, landab unübersehbar. Kein Wunder, laut Geosphere Austria hat es seit Beginn des vorigen Jahrhunderts in den ersten sieben Monaten des Jahres noch nie so wenig geregnet wie heuer.

Finanzspritze gefordert

Zum Wochenstart kündigte Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig deshalb ein Maßnahmenpaket für die Bäuerinnen und Bauern an. „Eine derart lange und flächendeckende Trockenperiode hat Österreich in dieser Form noch nie erlebt“, teilte Totschnig per Aussendung mit. „Wir stehen in engem Austausch mit den Landwirtschaftskammern und den Bundesländern, um ehestmöglich treffende Maßnahmen vorzubereiten. Gleichzeitig arbeiten wir weiterhin an langfristigen Maßnahmen, um unsere Landwirtschaft noch besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen“, so der Minister, konkrete Details wollte man (auch auf Nachfrage) vorerst nicht nennen. „Die Situation auf vielen Betrieben ist ernst“, kommentierte Bauernbund-Präsident Georg Strasser die Lage. Man arbeite daran „ehestmöglich treffsichere Maßnahmen“ vorzubereiten.

Aus den Bundesländern und unterschiedlichen Produktionsbereichen wurden indes binnen kürzester Zeit Forderungen angemeldet. Ein Dürrehilfspaket solle rasch zusätzliches Geld auf die Höfe bringen, schallte es aus allen Richtungen in die Bundeshauptstadt. Gelder aus dem Katastrophenfonds seien das Gebot der Stunde, teilten einige Organisationen, darunter Bio Austria, mit.

Konkrete Forderungen aus der Landwirtschaft

LK-Österreich-Präsident Josef Moosbrugger stieß in dasselbe Horn: „In diesem extremen Trockenjahr braucht es ein konkretes Maßnahmenpaket. Dafür setze ich mich an allen Fronten ein.“ Zugleich gab er jedoch zu bedenken, dass es nun „gut ausgewogene, effiziente und vor allem auch politisch umsetzbare Unterstützungsmaßnahmen“ brauche. „Es geht jetzt nicht um ‚Wer bietet bzw. fordert mehr‘“, so Moosbrugger. Verwiesen wird unter anderem auf die „unternehmerische Eigenverantwortung“ die durch die Dürreversicherung der Hagelversicherung besteht. Diese Möglichkeit wird laut Angaben des Spezialversicherers derzeit von rund 80 Prozent der Ackerbauern und 40 Prozent der Grünlandbetriebe genutzt.

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Nichtsdestotrotz geht auch der LK-Chef mit konkreten Forderungen ins Rennen.

  • So soll eine bundesländerübergreifende Futtermittelbörse den akuten Futtermangel in viehstarken Regionen zeitnah dämpfen.

  • Für Biobetriebe plädiert die LK für eine Ausnahmegenehmigung, um bei Nichtverfügbarkeit von Biofuttermitteln auch konventionelles Futter kaufen zu können.

  • Um die Liquidität der Betriebe zu sichern, schwebt dem LK-Präsidenten eine Stundung der Agrarinvestitionskredite und der Sozialversicherungsbeiträge vor. Denn nicht nur in verschiedenen Bereichen der Tierhaltung, sondern auch im Ackerbau würde Hilfe benötigt, erklärte er sinngemäß.

Vorerst ist noch nicht bekannt, welche der allerorts geforderten Maßnahmen tatsächlich in Umsetzung gehen werden. Als gesetzt gilt lediglich eine bundesweit zentral organisierte Futtermittelbörse. Aus informierten Kreisen war aber zu vernehmen, dass die Causa noch diese Woche auf der Agenda der Regierungsspitzen steht.

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