Traktor mit Lenksystem bei der Feldarbeit

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Rechnet sich ein Lenksystem für meinen Betrieb?

Ein digitales Kalkulationstool des oberösterreichischen Unternehmens „Blickwinkel", berechnet betriebsindividuell, wie viel ein automatisches RTK-Lenksystem konkret einspart - aufgeschlüsselt nach Kulturen, Arbeitsgängen, Diesel, Betriebsmitteln und Arbeitszeit.

Rechnet sich ein Lenksystem für meinen Betrieb? Diese Frage stellen sich immer mehr Landwirte. Und die ehrliche Antwort darauf lautet: Es kommt darauf an. Auf die Kulturen, auf die Schlagform, auf die Anzahl der Überfahrten. Genau das bildet der neue Wirtschaftlichkeitsrechner von Blickwinkel, einem spezialisierter Anbieter für Präzisionslandwirtschaft aus Oberösterreich ab. Statt eines einzigen Pauschalwerts je Hektar rechnet das Tool arbeitsgangbezogen: Winterweizen, Mais, Raps, Zuckerrüben, Grünland und weitere Kulturen lassen sich individuell konfigurieren. Damit wird eine Lücke geschlossen, die pauschale Hektarrechner bislang offen gelassen haben.

„Wir sagen nicht pauschal, dass sich ein Lenksystem lohnt. Wir rechnen es mit dem Betrieb durch. Und wenn das Ergebnis kritisch ist, zeigt der Rechner auch das. Eine ehrliche Investitionsentscheidung ist wertvoller als ein schöngerechnetes Verkaufsversprechen", betont Geschäftsführer Michael Treiblmeier.

Betriebsmittel einsparen

Der Rechner berücksichtigt Signalqualität (EGNOS oder RTK), Section Control, Feldgeometrie, Reifenbreiten, Dieselpreis und Lohnansatz. Die Schlagstruktur wird in drei Typen unterteilt: einfach, gemischt und komplex. Bei komplexen Flächen mit kurzen Bahnen, Keilen und Hanglagen fällt die Basisüberlappung modellseitig auf bis zu 12 Prozent. RTK reduziert diese Überlappung um bis zu 75 Prozent. Section Control wirkt zusätzlich auf die verbleibende Restüberlappung. Das Ergebnis: weniger Saatgut, Dünger, Pflanzenschutzmittel, Diesel und Arbeitsstunden pro Saison.

Der Rechner gibt sechs Kennzahlen aus, die für eine Investitionsentscheidung relevant sind: Netto-Jahresvorteil, Vorteil je aktivem Hektar, Amortisationszeit, 3-Jahres- und 5-Jahres-Effekt sowie drei Szenarien (konservativ, realistisch, optimistisch). Eine integrierte Investitionsampel ordnet das Ergebnis ein: Amortisiert sich das System in unter einem Jahr, spricht das Modell von einem sehr starken wirtschaftlichen Hebel. Über vier Jahre empfiehlt der Rechner, die Annahmen kritisch zu prüfen. Zusätzlich wird eine modellierte vermiedene Überrollungsfläche als Bodenschutzkennzahl ausgegeben.

„Was wir anbieten, läuft zuerst über unsere eigenen Felder. Der Rechner ist kein Marketingtool. Er ist das Werkzeug, das wir selbst nutzen, bevor wir einem Betrieb eine Empfehlung geben", so Treiblmeier, der selbst einen landwirtschaftlichen Betrieb bewirtschaftet.

Wirtschaftlichkeitsrechner für Lenksysteme

Der Wirtschaftlichkeitsrechner ist ab sofort auf der Website des Unternehmens verfügbar und direkt im Browser nutzbar. Nach der Eingabe der Betriebsdaten erhalten Nutzer eine personalisierte PDF-Auswertung sowie die Möglichkeit, das Ergebnis gemeinsam mit dem Team von Blickwinkel zu besprechen. Das SVEA F100 Nachrüst-Lenksystem, Basis des Kalkulationsmodells, ist in zwei Varianten erhältlich: Basis ab 4.600 Euro und Advanced für 6.400 Euro, jeweils inklusive Mehrwertsteuer. Die Installation dauert 2 bis 3 Stunden und ist an nahezu allen Traktormodellen möglich.

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