Weinlagerung

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Österreichischer Weinbauverband will Krisendestillation und nationalen Krisenstab

Vor dem Hintergrund größer werdender, schwer absetzbarer Rotweinbestände und der sich ausbreitenden Rebenkrankheit „Goldgelbe Vergilbung“ hat das Präsidium des Österreichischen Weinbauverbandes Ende Juli wichtige Entscheidungen getroffen.

Wie „Der Winzer“ berichtet, sprach sich der Weinbauverband für eine Krisendestillation aus. Ähnlich dem kürzlich genehmigten Antrag Deutschlands soll auch in Österreich eine Destillation gemäß Artikel 219 der EU-Verordnung 1308/2013 durchgeführt werden. Gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium werde an einer Umsetzung gearbeitet. Ziel sei, die Destillation von rund zehn Millionen Litern Rotwein der Jahrgänge 2025 und älter mithilfe der sogenannten EU-Agrarkrisenreserve.

Neben dem sinkenden Rotweinkonsum macht den heimischen Winzern die sich durch die Amerikanische Rebzikade ausbreitende Goldgelbe Vergilbung (Flavescence dorée) zunehmend Sorgen. Durch Verordnungen auf Bundesländerebene werden derzeit gefährdete Zonen und obligatorische Bekämpfungsmaßnahmen wie Weingartenrodung und Insektizideinsatz vorgeschrieben. Künftig soll noch schlagkräftiger und koordinierter vorgegangen werden. „Wir dürfen wirklich keine Zeit mehr verlieren. Ohne nationalen Krisenstab und entsprechende Schritte ist der Weinbau am Ende“, wird Schmuckenschlager, Präsident des Österreichischen Weinbauverbandes, in der „Kronen Zeitung“ zitiert. Wünschenswert wäre es laut „Der Winzer“ auch, „den Winzern in den Befallsgebieten anzubieten, befallene Weingärten zu roden und für einen bestimmten Zeitraum stillzulegen. Aber dazu müsste eine entsprechende Finanzierung angeboten werden können.“

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