Traktor mit Anänger

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Neue Softwareoptionen für Fendt-Traktoren

Damit auch ältere Modelle über die Laufzeit technisch aktuell bleiben, stellt Fendt regelmäßig Software-Updates bereit. Hier ein Blick auf die wichtigsten und spannendsten Neuerungen.

Der bekannte Fendt-Anhängerbremsassistent (TBA = Trailer Brake Assistant) soll das Gespann mit einem pneumatisch gebremsten Anhänger in kritischen Situationen stabilisieren. Dazu erfassen Sensoren im Traktor das Schubverhalten des Anhängers und bremsen bei Bedarf den Anhänger unabhängig vom Zugfahrzeug, um den Zug gestreckt zu halten. Die Regelung ist auf ein Geschwindigkeitsband bis maximal 25 km/h ausgelegt und sorgt so für mehr Sicherheit im Gespann auf der Straße oder im kupierten Gelände.

TBA: Sicherer mit Anhänger unterwegs

In der weiterentwickelten Version sind nun zwei aktive Fahrmodi wählbar. Im manuellen Modus wählt der Fahrer bei Bedienung einer frei belegbaren Taste einen festen Druck von 1,6 bar. Je nach Vorliebe kann die Bedienung auf ein Linearmodul, den 3L-Joystick oder auf den Multifunktionsjoystick gelegt werden. Dann steuert der Fahrer den Anhängerbremsdruck über ein proportional wirkendes Bedienelement und kann mit bis zu 4,4 bar eine deutlich höhere Bremsleistung ansteuern. Diese neue Option ermöglicht zum Beispiel ein präventives Bremsen des Anhängers in hügeligen Gebieten und soll ein Heißlaufen der Bremsen bei langen Strecken bergab verhindern. So kann der Fahrer eines Gespanns beispielsweise bestehend aus einem Traktor mit Tieflader zum Transport eines Baggers über eine Straße mit Serpentinen den manuellen Modus wählen. Im Automatikmodus wäre der TBA permanent aktiv. Im manuellen Modus kann der Fahrer zwischen Betriebsbremse und proaktivem TBA wechseln und nutzt den TBA beispielsweise bedarfsgerecht kurz vor den Spitzkehren.

Die weiterentwickelte Version des Anhängerbremsassistenten TBA wird für Neumaschinen optional angeboten. Bei bestehenden Maschinen mit TBA erfolgt laut Fendt ein automatisches Update. Der TBA ist für folgende Fendt-Baureihen bereits verfügbar: 300 Vario Gen5, 500 Vario Gen4, 600 Vario, 700 Vario Gen7.1 und 800 Vario Gen5.

Neue Generation bringt TMS Flex

Ab Juli 2026 stattet Fendt alle Radtraktoren serienmäßig mit der neuen Generation des Fendt-Traktor-Management-Systems (TMS) aus. TMS Flex ergänzt die bisherigen Fahrmodi um einen kombinierten Modus. Mit dem neuen Modus TMS Flex sind Fahrhebel und Fahrpedal nun im kombinierten Betrieb gleichzeitig für TMS aktiviert. Das heißt, der Fahrer legt über das Fahrpedal oder den Fahrhebel eine Geschwindigkeit fest. Dabei können sich Fahrhebel und Fahrpedal gegenseitig übersteuern und Motordrehzahl und Getriebeübersetzung werden automatisch für einen niedrigen Kraftstoffverbrauch optimiert.

Mit dem Update erhalten die Maschinen zudem eine neue Version des Multifunktionsjoysticks. Dieser verfügt an der linken Außenseite über eine entsprechend belegte Bedientaste mit dem Icon für TMS Flex.

Die neue Funktion ist nachrüstbar für aktuelle Fendt-Traktorenbaureihen: Verfügbar ist sie zudem ab 200 VFP Vario Gen3, 200 Vario Gen3, 300 Vario Gen4, 500 Vario Gen4, 600 Vario, 700 Vario Gen7, 800 Vario Gen5, 900 Vario Gen6 und 1000 Vario Gen2.

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Multifunktionsjoysticks verfügen zukünftig an der linken Außenseite über eine Bedientaste mit dem Icon für TMS Flex.

Speichern von mehreren Vorgewendelinien

Mit dem Software-Update von Juni 2026 können Fahrer mehrere Vorgewendelinien pro Fläche und Hindernis speichern und verwalten. Unterscheiden sich die Arbeitsbreiten von Grubber, Drille und Feldspritze oder Düngerstreuer, können hierfür gespeicherte Vorgewendelinien bei Bedarf erneut abgerufen werden, ohne die bestehenden Segmente zu überschreiben.

Neue Option „Spurlinien Muster“

Die neue Funktion Spurlinien Muster berechnet Spurlinien mit unregelmäßigen Spur-zu-Spur-Abständen. Dabei entscheiden Fahrer zwischen einer definierten Anzahl von Spurlinien, um Logistik- und Arbeitswege einzuplanen. „Die Funktion integriert Logistik- und Arbeitswege erstmals fest in die Fendt-Spurführung ohne vorgelagerte Planungsschritte direkt vom FendtONE-Fahrerarbeitsplatz aus. Spurlinien Muster verbessert Arbeitsabläufe durch vereinfachte Abstimmung zwischen Maschinenarbeit, Handarbeit und Logistik, beispielsweise bei der Abdeckung mit Folie oder der Gemüseernte“, weiß man bei Fendt.

Tramline Control nun auch für halbe Arbeitsbreiten

Bisher ermöglichte Fendt Tramline Control Fahrgassen unabhängig von der Breite der Sämaschinen oder Pflanzenschutzspritze zu errechnen. Dafür wurde die Iosobus-Funktion Tramline Control benötigt. Die Funktionalität wird nun mit einem Update erweitert. Mit dem Update können Tramline Control Parameter direkt auf dem Traktor angepasst werden. Das Update soll auch die Spurplanung mit einer halben Arbeitsbreite ermöglichen. Dies ist von Vorteil, wenn die Arbeitsbreite von Sämaschine und Pflanzenschutzspritze nicht abgestimmt sind.

Fendt: Generationswechsel bei Raupentraktoren

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