Lehre Schlosserei

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Schwerpunkt Bildung: Die Lehre bietet Praxis von Anfang an

Teil 5: Wer in der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette arbeiten will, ohne selbst einen bäuerlichen Betrieb zu leiten, kann in der Lehre fündig werden. Auch in diesem Bereich gibt es mehrere Möglichkeiten und unzählige Unternehmen, die Lehrstellen anbieten.

Nicht jeder Weg in die Landwirtschaft führt über eine Schule oder ein Studium. Die Lehre bietet eine besonders praxisnahe Ausbildung und richtet sich an alle, die direkt in den Beruf einsteigen möchten. Sie erfolgt im dualen System, das heißt die Lehrlinge arbeiten in einem anerkannten Lehrbetrieb und besuchen parallel die land- und forstwirtschaftliche Berufsschule. Die reguläre Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre und endet mit der Facharbeiterprüfung. Anschließend stehen die Meisterausbildung, die Berufsreifeprüfung oder weitere Spezialisierungen offen.

Als Unternehmen mit starken Wurzeln in der Landwirtschaft setzen wir gezielt auf Fachkräfte mit landwirtschaftlichem Background. Ihr Praxiswissen und ihr Verständnis für die Agrarwirtschaft machen sie zu einer wertvollen Bereicherung. Deshalb fördern wir den Einstieg durch Ferial- und Fachpraktika sowie Junior-Positionen, um Talente frühzeitig für die RWA zu gewinnen und langfristig zu entwickeln.

Theresa Schmidt

Theresa Schmidt

Recruiterin, RWA

Lehrberufe mit Zukunft

Österreichweit gibt es laut Landwirtschaftsministerium 16 anerkannte land- und forstwirtschaftliche Lehrberufe. Neben der klassischen Landwirtschaft umfasst das Angebot unter anderem Gartenbau, Weinbau und Kellerwirtschaft, Obstbau und Obstverarbeitung, Forstwirtschaft, Pferdewirtschaft, Bienenwirtschaft, Fischereiwirtschaft, Geflügelwirtschaft, Molkerei- und Käsereiwirtschaft, landwirtschaftliche Lagerhaltung, Biomasseproduktion und Bioenergiegewinnung sowie die Berufsjagdwirtschaft. Damit bietet die Lehre vielfältige Möglichkeiten, sich entsprechend der eigenen Interessen zu spezialisieren.

Landwirtschaftliche Fachkräfte bringen genau das Verständnis mit, das für unsere Arbeit entscheidend ist: einen verantwortungsvollen Umgang mit Tieren, Praxisnähe und ein gutes Gespür für Qualität. Sie kennen die gesamte Wertschöpfungskette vom Hof bis zum Lebensmittel und teilen unsere Haltung zu Tierwohl, Regionalität und sorgfältigem Arbeiten – ideale Voraussetzungen für viele Aufgaben bei Hütthaler.

Florian Hütthaler

Florian Hütthaler

Geschäftsführer, Hütthaler

Lernen direkt im Betrieb

Im Mittelpunkt der Lehre steht die praktische Arbeit. Je nach Lehrberuf werden die Auszubildenden beispielsweise auf landwirtschaftlichen Betrieben, in Gärtnereien, Forstbetrieben, Weingütern, Molkereien oder Pferdebetrieben ausgebildet. Dort lernen sie den Berufsalltag von Grund auf kennen und übernehmen Schritt für Schritt mehr Verantwortung. Ergänzend vermittelt die Berufsschule das theoretische Fachwissen über Pflanzenbau, Tierhaltung, Betriebswirtschaft bis hin zu Arbeitssicherheit und rechtlichen Grundlagen.

Landwirtschaftliche Fachkräfte bringen praxisnahes Wissen, Verantwortungsbewusstsein und Verständnis für natürliche Kreisläufe mit. Sie denken lösungsorientiert, handeln vorausschauend und kennen die Herausforderungen der Bauern aus erster Hand. Gerade für ein Saatgutunternehmen wie Saatbau Linz sind diese Erfahrungen und die Nähe zur Praxis besonders wertvoll.

Corinna LINDINGER - GRÜNBART

Corinna Lindinger-Grünbart

Leitung Personalabteilung, Saatbau Linz

Ausbildung auch in Unternehmen

Eine landwirtschaftliche Lehre ist längst nicht mehr nur auf bäuerliche Familienbetriebe beschränkt. Auch Agrartechnikunternehmen, Maschinenringe, Lohnunternehmen, Garten- und Landschaftsbaubetriebe, Molkereien, Saatgut- und Futtermittelhersteller oder -händler, Weingüter oder öffentliche Einrichtungen bilden Fachkräfte aus. Besonders gefragt sind Facharbeiterinnen und Facharbeiter mit technischem Verständnis, etwa im Bereich moderner Landmaschinen, Melk- und Stalltechnik oder Bioenergie. Damit eröffnen sich auch außerhalb eines landwirtschaftlichen Betriebes vielfältige Berufsperspektiven. Dass ausgebildete Facharbeiter im agrarischen Bereich am Berufsmarkt gefragt sind, bestätigen auch die Unternehmen im Agrar-Sektor selbst.

Bei Pöttinger arbeiten Fachkräfte aus vielen technischen Berufsfeldern gemeinsam an innovativen Landmaschinen. Ein landwirtschaftlicher Hintergrund ist dabei kein Muss, aber oft ein wertvoller Pluspunkt. Wer die Praxis aus eigener Erfahrung kennt, versteht die Anforderungen unserer Kundinnen und Kunden besonders gut. Dieses Wissen unterstützt uns dabei, zukunfts­orientierte und praxisgerechte Lösungen für die Landwirtschaft zu entwickeln.

Doris Hechenberger

Doris Hechenberger

Bereichsleiterin Human Resources, Pöttinger

Viele Wege zum ­Facharbeiter

Der Facharbeitertitel kann nicht nur über die klassische Lehre erworben werden. Auch Absolventinnen und Absolventen landwirtschaftlicher Fachschulen erhalten die Facharbeiterqualifikation beziehungsweise können diese nach einer Praxiszeit erwerben. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Abschluss im zweiten Bildungsweg nach mehrjähriger Berufspraxis zu absolvieren. Dadurch eignet sich die Facharbeiterausbildung auch für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, die später in die Land- und Forstwirtschaft wechseln möchten.

Mehr zum Thema: Teil 1: Lernen und Arbeiten in der Landwirtschaft

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