Wer viel Zeit im Freien verbringt, denkt zuerst an Sonnencreme und einen guten Hut. Dass dabei die Augen oft zu kurz kommen, fällt den meisten erst auf, wenn es zu spät ist. Besonders in den Sommermonaten steigt die UV-Belastung deutlich an, und wer täglich draußen arbeitet oder sich auf Feldern, Wiesen und Almen bewegt, setzt seine Augen einer Strahlung aus, die sich über Jahre hinweg summiert.
Das Tückische daran ist, dass die Augen keine spürbare Warnung geben. Ein Sonnenbrand auf der Haut juckt und schmerzt, Augenschäden durch UV-Strahlung entwickeln sich hingegen oft still und schleichend. Bis erste Beschwerden auftreten, können jahrelange Einwirkungen bereits ihren Preis hinterlassen haben.
Was UV-Strahlung mit den Augen anrichtet
Die Sonne sendet ultraviolette Strahlen in verschiedenen Wellenlängenbereichen aus. UV-A-Strahlen dringen dabei tiefer in das Augengewebe ein, während UV-B-Strahlen vor allem die Hornhaut und die Bindehaut treffen. Beide Formen können akute und langfristige Schäden verursachen. Zu den Folgeerkrankungen zählen unter anderem der graueFar Star, Bindehautentzündungen und im schlimmsten Fall Schäden an der Netzhaut. Das österreichische Gesundheitsportal zur UV-Strahlung und Augengesundheit weist ausdrücklich darauf hin, dass zu viel UV-Strahlung sowohl Haut als auch Augen nachhaltig schädigen kann.
Besonders hoch ist die Belastung in großen Höhen, was für alle, die im alpinen Raum arbeiten oder wandern, unmittelbar relevant ist. Schnee, Wasser und helle Felder reflektieren die Strahlung und verstärken sie zusätzlich. Auf freien Flächen ohne schattigen Unterstand, wie sie in der Landwirtschaft alltäglich sind, fehlt der natürliche Schutz durch Bäume oder Gebäude.
Draußen arbeiten heißt: konsequent schützen
Wer auf dem Feld, auf der Alm oder im Weingarten tätig ist, verbringt in der Hochsaison schnell acht bis zehn Stunden unter freiem Himmel. In dieser Zeit summiert sich die UV-Dosis erheblich. Eine gute Sonnenbrille mit ausreichendem UV-Schutz gehört daher ebenso zur Berufsausrüstung wie Handschuhe oder festes Schuhwerk. Empfohlen werden Gläser mit der Kennzeichnung UV-400, die sowohl UV-A- als auch UV-B-Strahlung bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern herausfiltern.
Gerade für Menschen, die täglich viel Zeit im Freien verbringen, lohnt sich außerdem ein professioneller Sehtest, um den tatsächlichen Bedarf abzuklären. Das Brillenkonzept des Optikers eyes + more mit Sehtest und Beratung setzt dabei auf eine umfassende Beratung, die sowohl die individuelle Sehstärke als auch den passenden Schutz für unterschiedliche Lichtverhältnisse berücksichtigt.
Auch Kinder brauchen Schutz
Ein Aspekt, der im Alltag gerne übersehen wird: Kinderaugen sind deutlich empfindlicher als Erwachsenenaugen. Die Linse eines Kindes filtert UV-Strahlung weniger effektiv, sodass mehr davon bis zur Netzhaut vordringt. Wer also im Sommer mit Kindern auf Hof, Feld oder Bergwiese unterwegs ist, sollte auch für den Nachwuchs an geeignete Sonnenbrillen denken.
Das gilt übrigens nicht nur an strahlend blauen Tagen. Auch bei bedecktem Himmel gelangen beträchtliche Mengen UV-Strahlung durch die Wolken, was viele unterschätzen. Gerade wer wetterbedingt keine klare Sicht auf die Sonne hat, verliert oft das Gefühl für die tatsächliche Strahlungsintensität.
Wenn Trockenheit und Sonnenschein zusammentreffen
Der Zusammenhang zwischen sonnigem Wetter und Belastung für Augen und Böden ist enger, als man denkt. Wie ein Bericht über den trockenen Winter 2025/26 in den Alpen zeigt, brachten die vergangenen Monate in Österreich überdurchschnittlich viel Sonne bei gleichzeitig geringem Niederschlag. Für die Landwirtschaft bedeutete das einerseits Trockenheit auf den Feldern, andererseits aber auch besonders intensive Sonneneinstrahlung über längere Zeiträume. Wer in dieser Zeit regelmäßig draußen gearbeitet hat, war damit einer deutlich höheren UV-Dosis ausgesetzt als in normaleren Jahren.
Der Klimawandel dürfte solche Extremphasen in Zukunft häufiger machen. Langen Sonnentagen ohne Unterbrechung wird auch die Schutzausrüstung der Landwirtinnen und Landwirte angepasst werden müssen, nicht nur was Kleidung und Sonnenschutz für die Haut betrifft, sondern auch für die Augen.
Qualität zahlt sich aus
Beim Kauf einer Sonnenbrille lohnt es sich, nicht am falschen Ende zu sparen. Günstige Modelle ohne ausreichenden UV-Filter können durch ihre Tönung die Pupillen weiten, sodass tatsächlich mehr Strahlung ins Auge gelangt als ohne Brille. Auf das CE-Zeichen und die Schutzklasse zu achten ist daher kein Luxus, sondern eine sinnvolle Vorsorge.
Wer seine Augen so sorgfältig schützt wie die Böden und Tiere auf dem Betrieb, tut damit etwas für die eigene Gesundheit auf lange Sicht. Das ist gerade für Menschen, deren Lebensunterhalt an ihrer Arbeitsfähigkeit hängt, keine Kleinigkeit.
:format(png):quality(60))
:quality(60))
:quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:format(png):quality(60))
:quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:format(jpeg):quality(60))
:quality(60))