Aktionstage der Bäuerinnen 2026 zum Thema „Vielfalt am Bauernhof“

Seit 2015 bringen Österreichs Bäuerinnen Landwirtschaft direkt in die Klassenzimmer. Bei den diesjährigen Aktionstagen erfahren rund 40.000 Volksschulkinder, wie vielfältig heimische Bauernhöfe sind und woher unsere Lebensmittel kommen.

Lehrerin reicht einem kleinen Jungen mit Brille einen Blumentopf, während weitere Kinder am Tisch im Klassenzimmer zuschauen.

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Seit mehr als zehn Jahren bringen Österreichs Bäuerinnen Landwirtschaft „für alle Sinne“ direkt in die Klassenzimmer. Im Rahmen der „Aktionstage“ rund um den Welternährungs- und den Weltlandfrauentag am 15. und 16. Oktober werden jährlich rund 40.000 Kinder erreicht. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig mit der Herkunft ihrer Lebensmittel, nachhaltigem Konsum und der Arbeit von Landwirtinnen und Landwirten vertraut zu machen. In den vergangenen elf Jahren besuchten insgesamt rund 19.801 Bäuerinnen Volksschulen und erreichten dabei etwa 366.000 Tafelklasslerinnen und Tafelklassler. Für viele Kinder ist dies ein früher, oftmals erster persönlicher Kontakt mit Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung.

Vielfalt der heimischen Landwirtschaft

Heuer steht die Vielfalt der heimischen Bauernhöfe im Mittelpunkt. Die ersten Klassen der Volksschulen erfahren, welche unterschiedlichen Formen der Land- und Forstwirtschaft es in Österreich gibt. Die Bandbreite reicht von Gemüsebau und Ackerbau über Tierhaltung und Forstwirtschaft bis hin zu „Schule am Bauernhof“, Urlaub am Bauernhof und Betrieben mit sozialen Schwerpunkten wie Green Care.

Da jeder Betrieb unterschiedliche Schwerpunkte setzt, vermitteln auch die teilnehmenden Bäuerinnen unterschiedliche Einblicke in ihren Arbeitsalltag. „Landwirtschaftliches Wissen geht in der Gesellschaft immer mehr zurück. Dadurch entstehen Vorurteile und Falschinformationen über die landwirtschaftliche Arbeit, die durch frühzeitige Aufklärung vermieden werden können. Genau hier setzen wir mit unseren Aktionstagen an, schaffen Begegnungen, geben Einblicke in die Praxis und stärken das Verständnis für die heimische Landwirtschaft und regional erzeugte Lebensmittel“, betont Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger.

Wissen über Lebensmittel als Grundlage für bewussten Konsum

Für die Bäuerinnen Österreich geht es bei den Aktionstagen um mehr als die Vermittlung von Wissen über bäuerliche Arbeit. Auch der Umgang mit Lebensmitteln und deren Wert soll thematisiert werden. „Wer weiß, wie Lebensmittel entstehen, entwickelt ein anderes Bewusstsein für Qualität, Regionalität und den Wert von Lebensmitteln. Das ist Gesundheitsbildung, Konsumbildung und Lebensbildung zugleich und damit die Basis für eigenverantwortliche Entscheidungen“, so Neumann-Hartberger.

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Seit 2015 bringen Österreichs Bäuerinnen Landwirtschaft “für alle Sinne“ direkt in die Klassenzimmer.

Aus Sicht der Bäuerinnen Österreich liegt dabei besonderes Potenzial in praxisnahen Bildungsangeboten. Kinder lernen nachhaltiger, wenn sie selbst ausprobieren, beobachten, verkosten und Zusammenhänge unmittelbar erleben können. Möglichkeiten dafür bieten neben den Aktionstagen auch Angebote wie „Schule am Bauernhof“ und die Arbeit der Seminarbäuerinnen. Auch im Positionspapier zum „Internationalen Jahr der Bäuerin 2026“ wird der Ausbau agrarpädagogischer Bildungsangebote ausdrücklich als Zukunftsaufgabe genannt.

Interesse an Lebensmittelwissen

Wie groß das Interesse an der Vermittlung von Lebensmittelwissen ist, zeigt auch der Hochschullehrgang „LEBENSmittelwissen“, den die Bäuerinnen Österreich gemeinsam mit der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik (HAUP) für Pädagoginnen und Pädagogen sowie Lehramtsstudierende initiiert haben. „Die mittlerweile 124 Absolventinnen und Absolventen haben Projekte von Schulgärten über Kochworkshops bis hin zu mehrmonatigen Lebensmittelprogrammen entwickelt und sich klar zur stärkeren Verankerung regionaler und saisonaler Lebensmittel in ihren Bildungseinrichtungen bekannt“, erläutert Petra Markolin, Projektverantwortliche an der HAUP.

Für Neumann-Hartberger beginnt Ernährungs- und Konsumbildung bereits im frühen Kindesalter: „Jeder Einsatz für die Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft von der Elementarpädagogik bis zur Hochschule ist eine Investition in die Ernährungsbildung und schlussendlich in ein bewusstes Konsumverhalten.“

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