Im September starteten BIO vom BERG, Hollu Systemhygiene GmbH, Cura Marketing GmbH und das Management Center Innsbruck das Forschungsprojekt. v.l.n.r.: Dr. Marco Rupprich (Hollu Systemhygiene GmbH), Urban Aufschnaiter (MCI), Julia Mösslacher, PhD (Cura Marketing GmbH), Verena Wiedemair, MSc (MCI), Prof.Dr. Katrin Bach (MCI), Björn Rasmus (BIO vom BERG)

Bei der Herstellung von Bio-Apfelsaft entsteht jährlich eine große Menge an Apfeltrester. Wertvolle Antioxidantien, Pektine und Wachse gehen dabei verloren. Vier Tiroler Unternehmen möchten die Verwertbarkeit der Inhaltsstoffe in den nächsten eineinhalb Jahren erforschen. Das Land Tirol unterstützt die Initiative mit einer Innovationsförderung.

Regionale Wertschöpfung

218.000 Euro Forschungsbudget – inklusive des Landeszuschusses – stehen zur Verfügung. Die beteiligten Betriebe investieren jeweils eigene Mittel in das Projekt. „Unser Ziel ist es, die kostbaren Pressrückstände des Bio-Apfelsaftes sinnvoll und regional zu verwerten“, erläutert BIO vom BERG Geschäftsführer Björn Rasmus. Tirols unabhängige Erzeugermarke sieht mit der Forschungsarbeit einen Mehrwert bei der Apfelsaft-Herstellung. Die Idee entstand im Jahr 2019 auf Basis eines EU-Projektes.

Als regionales Forschungsinstitut koordiniert das MCI das Projekt. Die Tiroler Kooperationspartner BIO vom BERG, Hollu Systemhygiene GmbH und Cura Marketing GmbH möchten die Rohstoffe im Kosmetik- und Reinigungsbereich nutzbar machen. „Wir werden mit dem nachhaltigen Upcycling von Rohstoffen regionale Wertschöpfung generieren“, erklärt Julia Mösslacher PhD, Head of Innovations des Innsbrucker Unternehmens Cura Marketing. Dr. Marco Rupprich, Bereichsleiter für Innovation bei Hollu Systemhygiene, ergänzt: „Unser Bestreben ist, Gesundheit und Wohlbefinden durch innovative Hygienelösungen herbeizuführen.“.

Vielversprechende Ergebnisse

Derzeit funktioniert das Umwandeln der Apfeltrester zu verwertbaren Rohstoffen bereits im Labor. In den kommenden Monaten soll dieses theoretische Wissen transferiert werden. Dazu sind Praxisversuche und weitere, intensive Forschungsarbeiten nötig. „Wir müssen besonders darauf achten, die Inhaltstoffe schonend aus den Pressrückstränden zu gewinnen“, betont Prof. Dr. Katrin Bach vom MCI

Aktuell sammelt das Team die Trester aus der ersten BIO vom BERG-Apfelernte des Jahres. Anschließend prüfen die Kosmetik- und Reinigungsbetriebe die Wirkung der daraus gewonnenen Rohstoffe. Die nächsten 18 Monate analysiert das Management Center Innsbruck die Inhaltsstoffe auf Anwendbarkeit und Markttauglichkeit.

- Bildquellen -

  • Bvb Apfeltrester P1160436 2: Bio vom Berg
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