Afrikanische Schweinepest: Bauernbund fordert Vorkehrungsmaßnahmen

Vor allem Wildschweine gelten als gefährliche Überträger der Afrikanischen Schweinepest. FOTO: agrarfoto.com

Die Afrikanische Schweinepest ist ein massives Problem. „Bekannt sind Fälle der Afrikanischen Schweinepest aus Ungarn und Tschechien. Wenn sie voranschreitet, droht auch in Österreich der Ausbruch dieser Tierseuche“, warnt der burgenländische Bauernbunddirektor und Landtagskandidat Josef Prantl und fordert das Land Burgenland auf, rechtzeitig gemeinsam mit allen Interessenvertretern Vorkehrungsmaßnahmen zu treffen.

Gefährlich ist derzeit der indirekte Übertragungsweg, der Kontakt von Wild- und Hausschweinen zu infektiösem Material (kontaminierte Transportfahrzeuge, Mitbringsel aus dem Ausland, rohes Fleisch). „Wir müssen unbedingt verhindern, dass die Seuche  Österreich erreicht. Wichtig ist auch die Sensibilisierung von Personen, die zur indirekten Ausbreitung der Schweinepest unbewusst beitragen könnten, wie zum Beispiel Forstarbeiter, landwirtschaftliche Hilfsarbeitskräfte oder Pflegepersonal aus dem Ausland“, so Prantl.

Konsens aller Interessenvertreter gefordert

Um das Problem zu lösen, fordert Prantl einen Konsens aller Interessenvertreter. „Die burgenländische Jägerschaft und die Landwirtschaftskammer sind stets bemüht, gemeinsam mit dem Land Maßnahmen und Lösungen zu erarbeiten. Prantl, selbst Jäger, kritisiert, dass Astrid Eisenkopf als zuständige Landesrätin auf einen Brief des Landesjagdverbandes, in dem um ein gemeinsames Gespräch zur aktuellen Situation gebeten wurde, nicht reagiert habe und gleichzeitig über die Medien ausgerichtet habe, die Nachtsichtgeräte nicht zu genehmigen, obwohl das für die Seuchenprävention unerlässlich sei. „Dieses Problem kann nur gemeinsam gelöst werden, wir fordern hier eine bessere Zusammenarbeit vor allem seitens der Landespolitik. Und dieses Problem muss gelöst werden, da es auch Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die verarbeitenden Betriebe haben könnte”, so Prantl, der betont, dass Landwirtschaft und Jagd seit je her miteinander verbunden sind. “Genau wie unsere Bauern leben auch unsere Jäger von, mit und in unserer Natur- und Kulturlandschaft“, erklärt der Bauernbunddirektor.

 

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